Maisöl aus der Ethanolproduktion

Über dieses Produkt
Maisöl aus der Ethanolproduktion, üblicherweise als DCO abgekürzt, wird durch Zentrifugieren aus der Dünnschlempe abgetrennt, die nach der Vergärung von Mais zu Ethanol zurückbleibt. Es wird nicht wie bei einer Ölfrucht aus dem Korn gepresst; die Stärke ist bereits umgesetzt, und das Öl wird aus dem Reststrom gewonnen. Geliefert wird es als dunkle, unraffinierte Flüssigkeit mit einem Gehalt an freien Fettsäuren von typischerweise 5 bis 15 Prozent. Seine kommerzielle Stellung beruht ebenso sehr auf der Einstufung wie auf der Chemie. Da es ein Reststoff eines bestehenden Prozesses und keine eigens angebaute Kultur ist, wird es unter der RED II und vergleichbaren Regelungen als Abfall- oder Reststoff eingestuft, was höhere Anreize eröffnet und die für native Pflanzenöle geltende Landnutzungsprüfung vermeidet. Chemisch ähnelt es Maisöl und wird von Linol- und Ölsäure dominiert, sodass der resultierende Ester ein brauchbares Kälteverhalten und eine mäßige Oxidationsstabilität aufweist. Die verfahrenstechnischen Einschränkungen ergeben sich aus der Reststoffherkunft: Der hohe Gehalt an freien Fettsäuren schließt eine direkte alkalische Umesterung aus und erfordert eine saure Veresterung oder Vorbehandlung; zudem enthält es Schwefel, Phosphor und Metalle aus dem Fermentationsstrom, die vor der Hydrierung entfernt werden müssen. Es wird für FAME-Biodiesel, hydrierten erneuerbaren Diesel, HEFA-Luftfahrtpfade sowie in Futtermitteln eingesetzt. Bio Green Fuels liefert Maisöl aus der Ethanolproduktion nach Spezifikation für freie Fettsäuren, Feuchtigkeit und Verunreinigungen, Schwefel, Phosphor, Metalle und Unverseifbares; eine ISCC-Zertifizierung ist verfügbar.
Anwendungen
Richtpreis: $1.00–8.50/kg
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